Lächeln

lächelnNach Schmuddelwettertagen lachte heute die Sonne, da gab es kein Halten mehr und ich unternahm einen Spaziergang. Wie so oft war ich in Gedanken versunken, doch heute – vielleicht lag es an der Sonne – verspürte ich Freude. Ich neige sonst zum Grübeln, aber heute nahm ich das Denken leicht. Gedanken können so flüchtig sein. Etwas amüsierte mich, ich wußte selber nicht was und dann nahm ich eine Veränderung wahr. Lange Zeit hatte ich kaum auf die Menschen geachtet, die mir entgegengekommen sind und plötzlich fiel mir auf, dass einige von ihnen lächelten. Ich registrierte, dass dieses Lächeln mir galt. Es war weder ein höfliches Lächeln noch eine Geste des Erkennens, sondern einfach nur Freundlichkeit. Ich war etwas verwirrt, denn niemand lächelt ohne Grund. Und überhaupt sah das Lächeln, das ich sonst bei den Menschen erlebte, denen ich begegnete, oft erzwungen aus. Das was ich heute in den Gesichtern der Spaziergänger entdeckte, war aber ein unverkrampftes, ein zartes Lächeln, – das nur kurz andauerte, aber keineswegs unbemerkt blieb. Und dann wurde es mir auf einmal klar: Ich war es, die zuerst gelächelt hatet. Ohne dass es mir aufgefallen war, hatten meine Gedanken offenbar mein Gesicht erhellt. Mein Hochgefühl hat etwas bewirkt: Es hat anderen Menschen einen Augenblick der Freude geschenkt.
Gefühle sind ansteckend. Ich halte inne und denke daran wie oft ich wohl abwesend oder gar abweisend bin. Da drängt sich mir die Frage auf ob man mit einem Lächeln die Welt besser machen kann? Nach diesem Spaziergang kann ich antworten: Ja, wenn auch nur für einen Augenblick. Aber besteht das Leben nicht aus einer Fülle solcher Momente? Mir fällt ein, was Henri Matisse, gesagt hat: „Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.“ Und ich beschließe von nun an öfter zu lächeln. Vielleicht läßt Du Dich anstecken??!!

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